Dhyan oder Kontemplation

Wir denken automatisch an die Form, deren Simran wir ausüben mögen, und es ist nicht möglich, das eine vom anderen zu trennen. Wann immer wir unsere Augen schließen und zu denken beginnen, sehen wir unverzüglich die Bilder unserer Kinder, unseres häuslichen Lebens, unserer Arbeit, unseres Landes, der Seen und Meere oder von anderen Gegenständen der Welt, über welche wir nachdenken mögen. Wenn die spirituelle Übung richtig ausgeführt wird, sollte man befähigt sein, den Herrn mit dem Auge der Seele (dem Einzelauge) zu erblicken und Seiner Stimme zu lauschen, mit dem Ohr der Seele (dem Inneren Ohr).

Die Seele hat zwei Fähigkeiten:

  1. Surat (das Hören) und

  2. Nirat (das Sehen)

Der Surat funktioniert durch das Hören im Innern oder durch das Ausüben des Simrans. Die Funktion des Nirat ist die des Sehens im Innern oder des Ausübens von Kontemplation.

Der nächste Schritt in Richtung des Erreichens der Kommunion mit Gott ist Dhyan oder Kontemplation. Dies ist das Resultat eines erfolgreichen Simrans, da dies nur geleistet werden kann, wenn der Simran erfolgreich war.

Durch den Simran sind die Seelenströme konzentriert am Augenzentrum, welches auch bekannt ist als der zehnte Weg, das zehnte Tor oder das dritte Auge. Mittels der Kontemplation erhebt sich die Seele zu den Regionen oberhalb. Die Seele ist tatsächlich blind, bis die Innere Sicht entwickelt ist, welche es ihr ermöglicht, spirituelle Sehenswürdigkeiten im Innern zu bezeugen.

Während unserer spirituellen Aufwärtsreise, zeigt Nirat (die Sehfähigkeit) den Weg und Surat (die Hörfähigkeit) kündet vom Ort. Durch diese Methode ist die Seele befähigt, selbst in Shabd zu verschmelzen (welcher sie zu ihrer ursprünglichen Ausgangsposition führen wird). Kontemplation oder Dhyan ist für jedes menschliche Wesen natürlich und dem Anschein nach werden mit Hilfe der Kontemplation unmögliche Dinge erreicht.

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Fußnote: