Die Grundsätze der Hingabe

1. Der erste der Hingabe zugrunde liegende Grundsatz ist, dass Gott der Schöpfer von allem und allwissend ist. Er ist rein, makellos und vollkommen. Er ist allgegenwärtig. Die Menschen, die niederen Arten des Lebens, und in der Tat das gesamte Universum sind ein Zeichen Seiner Existenz. Wir sind alle Seine Kinder. Daher gibt es eine natürliche gegenseitige Anziehung zwischen uns und allen anderen. Aus diesem Grund sollten wir unsere Älteren respektieren, liebenswürdig zu denjenigen sein, die jünger sind, freundlich sein mit uns Gleichgestellten, und wir sollten auch unsere Feinde lieben.

Liebe deine Feinde.

Matthäus 5:44
Lukas 6:27,35

2. Der zweite Grundsatz ist, dass dieses Universum Seine Schöpfung ist, und alles schön und voller Glückseligkeit ist. Jeder schaut natürlich entsprechend dem Zustand oder der Verfassung seines eigenen Gemütes auf diese Welt.

3. Der dritte Grundsatz ist, dass man im Willen Gottes glücklich sein sollte, und immer zufrieden und dankbar bleiben sollte, für was auch immer einem geschieht. Was auch immer getan wird, ist zu unserem eigenen Wohl. Dies ist ohne den geringsten Zweifel. Was wir als Problem betrachten mögen, ist eigentlich gekommen, um den Zustand unseres Gemütes zu erheben. Es ist bekannt, dass Gold reiner und heller wird, wenn es ins Feuer gelegt wird. Daher sollte man sich nie beschweren.

4. Der vierte Grundsatz ist, dass man es als die größte Sünde erachten sollte, die Gefühle anderer zu verletzen. Andere mit Behaglichkeit und Freude zu versorgen, sollte als die höchste Verpflichtung betrachtet werden, denn Nicht-Verletzen oder Nicht-Hassen in Gedanken, Worten und Taten ist die höchste Form der religiösen Pflicht.

5. Der fünfte Grundsatz ist, dass man ein Ergebener werden sollte, indem man die Unterstützung von seinem Guru oder Meister annimmt, so dass man dadurch, dass man in Verbindung mit solch einem höheren Wesen steht, schließlich auch denselben Zustand erlangen möge.

Man sollte nie von Ich-heit sprechen. Man sollte nur von Ihm sprechen, so dass es zu gegebener Zeit nichts außer Ihm geben wird. Das Höchste Ziel der Hingabe wird in den folgenden Zeilen von Kabir beschrieben:

Ich habe gesagt: ‚Du, Du‘ und ich bin zu Dir geworden, wobei ich selbst völlig verschwunden bin. Ich bin dankbar für Deinen Namen, denn, indem ich Ihn ausspreche, sehe ich ‚Dich‘ überall, wo ich hinschaue. In Form von sich selbst zu sprechen, ist ein sehr großes Übel. Wenn du davon befreit werden kannst; versuche es, denn, o Kabir!, ein Stück Baumwolle kann nicht aus den Fängen des Feuers entkommen, wenn es mit ihm in Berührung gebracht wird. Du bist in mir und ich in Dir. Wie kann ich irgendeinen Unterschied sehen? Und, wann immer ich einen Unterschied entdecken möchte, indem ich Dich beiseite lasse, treffe ich auf Schwierigkeiten. Wenn Du bist, bin ich nicht, denn ich habe dies in jeder Hinsicht erfahren. Immer wenn ich Dich sehe, bleibt nichts von mir. Das Seil von ‚mein und dein‘ ist vollständig um die Menschen der Welt gebunden, aber dieser bescheidene Kabir ist nicht von ihm gebunden, da er die Unterstützung des Herrn hat.

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Fußnote: