Die Benachteiligung ohne einen Meister zu sein

Dies ist das Eiserne Zeitalter in seiner vollen Entfaltung. Das Gemüt und die Sinne sind in ihrer Höchstleistung und die gewöhnlichen Menschen sind begierlich nach Sinnesfreuden. Sie haben sich das Prinzip ‚Esst, trinkt und seid fröhlich‘ zu eigen gemacht.

Sie sehen keine Realität hinter dem Körper. Sie denken nur an den Körper und denken nicht an die Seele, die diesem Leben gibt. Ist nicht die Seele, die dem Körper leben gibt, diesem überlegen? Tatsächlich, der Körper ist zu respektieren und gewürdigt alleine nur wegen der Seele. Nachdem die Seele entschwindet, behält niemand den Körper nicht einmal für einen Augenblick. Er wird dem Feuer oder dem Grab übergeben zum schnellstmöglichen Zeitpunkt. Wenn man seine Aufmerksamkeit nur auf den Körper begrenzt und in die Welt verstrickt wird, die Sicht auf seine Seele verliert, welche diesem Leben gibt, dann, was würde es ihm nutzen, selbst wenn er die ganze Welt gewönne? Wir sollten versuchen, den wahren Zweck dieses Lebens und den Nutzen, den wir beabsichtigen aus diesem Leben zu ziehen, zu verstehen. Ist das Leben nicht mehr als Fleisch und der Körper nicht mehr als das Gewand?

Der Mensch, selbst wenn er alle Wissenschaften kennt und ihre Früchte erntet, bleibt weiterhin ein Leidender. Was ist die Ursache davon? Es ist eine Tatsache, dass er Kontrolle über die Kräfte der Natur erlangt hat, bevor er Kontrolle über sein eigenes Selbst erlangt hat. Es ist heutzutage modern für die Leute zu sagen, dass sie nichts mit dem Herrn zu tun haben und dass sie keinen Bedarf an einem Meister haben. Es ist verwunderlich, dass wir einen Lehrer brauchen, um gewöhnliche Dinge zu lernen, aber dass wir keinen Bedarf an Einem haben, Der uns die Spiritualität lehrt. Ist das Erlernen der Spiritualität denn so eine ganz einfache und leichte Sache?

Das menschliche Leben ist das Höchste von allem und man kann den Herrn nur treffen, wenn dieser in einer menschlichen Form ist. Der Mensch, jedoch, wandert ständig im Äußeren umher. Er betritt nicht den Tempel des menschlichen Körpers und als Konsequenz kennt er weder sich selbst noch den Herrn. Der Schlüssel dieses Tempels ist mit dem Meister. Nachdem man diesen von Ihm bekommt, steigt der Verehrer auf zu den astralen, kausalen Regionen und ist vereint mit dem Herrn.

Ohne einen Meister zu treffen, ist dieses menschliche Leben vergeudet und man erfüllt nicht die Aufgabe, die von ihm erwartet wird. Die Gurus sagen, dass das Leben einer Person, welche nicht initiiert ist, schlecht gelebt ist. Er stirbt den Tod eines Hundes, der die ganze Zeit über bellt. Er ernährt sich von Schmutz, wie die Schweine. Er trägt die Last der Welt wie ein Esel und stirbt, während er sie trägt. Er verbreitet Gift wie eine Schlange.

Verflucht ist der und sein Leben ist schlecht gelebt, welcher nicht das Guru Mantra (Simran) erhalten hat; er ist wie ein Hund, eine Krähe oder ein Schwein; wie ein Esel oder eine Schlange ist er.

Sahaskriti M5, 1356-19

Verflucht ist das Leben von einem, welcher nicht einem Meister diente. Er ist leer, ohne Hingabe und er vergeudet sein Leben. Was war dann der Nutzen von seinem in die Welt Kommen.

Verflucht ist der und er hat sein Leben verloren, welcher nicht dem Meister diente und seine Seele einstimmt auf des Herrn Namen.

Bhairon M3, 1131-2

O Bruder, aus welchem Grunde wurde eine Person leer und ohne Hingabe geboren? Er diente nicht dem Meister und vergeudete sein Leben.

Sri Rag M3, 64-17

Wir sind voll der akkumulierten Sünden der Zeitalter.

Dieses Gemüt ist voll der Sünden von vielen Zeitaltern. Es ist vollkommen schwarz mit diesen.

Sorath Var M3, 651-1

Diese Sünden können nur beseitigt werden durch die Praktizierung des Shabd und der Hilfe eines Meisters. Der, welcher ohne einen Meister ist, kann den Shabd nicht erlangen und sich selbst nicht von Sünden befreien.

Ohne den Meister kann Schmutz nicht beseitigt werden. Außer dem Herrn gibt es keine andere Wohnstätte. Sei abgestimmt auf den Shabd allein; erwarte nichts von anderen.

Sri Rag M1, 18-1

Man kann nicht wahrlich glückselig sein in dem Genuss der weltlichen, sinnlichen Freuden. Die Wahre Glückseligkeit liegt in der Spirituellen Seligkeit, welche durch die Vereinigung mit dem Herrn kommt; und diese kann nicht ohne einen Meister erlangt werden.

Selbst wenn du die Gemeinschaft mit Millionen Frauen genießt; selbst wenn du über die neun Regionen herrschst; kannst du keine Seligkeit erhalten ohne einen Meister; du wirst wieder und wieder geboren.

Sri Rag M3, 26-17

Ohne einen Meister sterben alle weinend. Sie verbrennen durch das verborgene Feuer von Maya und erlangen keinen Frieden.

Ohne den Guru sterben alle weinend in Agonie; sie erhalten keinen Frieden zu keiner Zeit.

Dhanasri M3, 664-7

Sei er ein Führer, ein Prophet oder ein Seher, ein Prediger oder ein Herrscher; keiner hat jemals Frieden des Gemütes erhalten mit Ausnahme durch den Segen eines Meisters.

Janam Sakhi

Das Innere Auge einer egoistischen oder stolzen Person öffnet sich nicht. Er verbleibt blind, handelt im Dunkeln und leidet durch das Verstricktsein mit der Verhaftung und Maya.

Die stolze Person ist blind und handelt blind; er leidet in der Welt. Er leidet durch Verhaftung und Maya. Er leidet dadurch, dass er ohne einen Meister ist.

Suhi M3, 753-9

Alle, die ohne einen Meister sind, sind fehlgeleitet und finden nicht den Weg zu der Türe des Herrn. Sie gehen durch wiederholte Geburten und Tode.

Ohne den Meister sind die Menschen leer und verwirrt, und sie leider außerordentlich, verloren im Irrtum; sie werden wieder und wieder geboren; sie leiden immer und kennen nicht die Türe des Herrn.

Bhairon M3, 1132-11

Es gibt eine Anzahl von Benachteiligungen, ohne einen Wahren Meister zu sein. Man bleibt versunken in Maya und hat viele weltliche Wünsche. Er leidet an Lust, Verhaftung und Stolz und macht keinen Fortschritt in Richtung seines Zieles. Sein Egoismus wird nicht vernichtet und das Gemüt nicht beruhigt. Ohne den Meister ist alles dunkel; man sieht Innen nichts und kann keinen Spirituellen Fortschritt machen. Ohne einen Meister kann die Spiritualität nicht richtig verstanden werden, denn man kann die Methode nicht kennen und kann keinen Erfolg erlangen.

Es herrscht vollkommene Dunkelheit ohne einen Meister; man kann nicht erkennen ohne einen Meister; ohne einen Meister wird die Befreiung nicht erlangt.

Sawayye M4, 1399-16

Das Gemüt ist wie ein Elefant. Der Master ist der Reiter, Der ihn auf dem richtigen Pfad hält, indem Er den Stachelstock des Wissens nutzt. Man kann den Schlüssel zu Spirituellem Fortschritt vom Meister erhalten, und kann dann zu den astralen und kausalen Regionen aufsteigen. Ohne einen Meister öffnen sich die Pforten des Gemütes nicht, und man findet nicht den Weg nach Hause. Man mag viele Bücher und Schriften lesen und über die Wirklichkeit sprechen und debattieren, aber man wird die Wirklichkeit nicht erkennen.

O Nanak, man sollte über den Ewigen Herrn meditieren. Aber man findet den Weg nicht ohne den Meister.

Asa Var M1, 470-18

Man kann die Smrities und die Shastras und die Puranas lesen, und man möge sie erörtern, aber er wird nicht die Essenz der Wahrheit kennen.

Man kann die Wirklichkeit nicht erkennen ohne einen Meister; der Herr ist der Wahre Eine, und wahr ist Sein Pfad.

Maru M1, 1032-12

Ohne einen Meister bleiben die Angst vor dem Tod und das Rad der Vierundachtzig über dem Kopf hängen, und er kann den Ozean des Universums nicht überqueren.

Jene, die den Meister nicht getroffen haben, verbleiben in der Kraft des Todes. Sie werden wieder und wieder geboren; der Tod quält sie mit seinem Gift.

Sri Rag M4, 40-8

O Nanak, man kann nicht hinüberkommen ohne einen Meister; dies ist die wirkliche Wahrheit.

Sorath M5, 611-5

Ohne den Meister entwickelt man keine Verehrung und erwirbt nicht das Wissen der Liebe für den Namen.

Ohne den Meister gibt es keine Verehrung und man liebt den Namen nicht.

Shalok M3, 1417-11

Ohne den Meister kann es keine Verehrung oder Liebe geben.

Basant M1, 1170-5

O Bruder, niemand außer ein Meister kann das Geheimnis des Wissens erzählen. Du kannst es von Brahma, Narad oder Vedvyas erfragen.

Sri Rag M1, 59-7

All die Schriften und Veden sagen, dass es keine Befreiung ohne einen Meister geben kann. Alle haben in dieser Hinsicht dieselbe Betrachtungsweise.

Die Shastras, Veden und Smrities, alle verkünden sie dieselbe Wahrheit; halte fest an der Überzeugung, dass es keine Befreiung ohne einen Meister gibt.

Gujri M5, 495-12

Es gibt keine Erlösung ohne einen vollkommenen Meister, und man findet die Tür der Wohnstatt des Herrn nicht ohne Ihn.

Du wirst die Tür des Herrn nicht finden, außer mit der Hilfe eines Meisters.

Dev Gandhari M5, 335-9

Es sollte des Weiteren herausgestellt werden, dass ein Meister nicht gefunden wird ohne gutes Schicksal und die Gnade des Herrn.

Wenn der Herr gütig ist, finden wir einen Meister, und Er wird dein Vertrauen in den Namen fest begründen. Niemand kann dies erhalten ohne einen Meister, und das Leben ist umsonst verbracht.

Sri Rag M3, 33-15

Der Meister mag dir immer so nahe sein, aber ohne gutes Schicksal wird Er nicht gefunden. Es wird Gleichgültigkeit und Zweifel in dir sein, und ein Vorhang zwischen dir und Ihm.

Sri Rag M1, 40-16

Es ist ein böses Vorzeichen, einen Menschen zu sehen, der keinen Meister hat. Er ist in einem unglückseligen Zustand. Es ist unmöglich, die Erbärmlichkeit eines Menschen zu beschreiben, der sich von einem Meister abwendet oder Ihn kritisiert.

Abschließend möge gesagt sein, dass die Lehren eines vollendeten Meisters der Höchsten Ordnung immer auf zwei wesentlichen Punkten oder Prinzipien bestanden haben.

Das Erste ist die absolute Notwendigkeit für einen Lebenden Vollendete Meister, Der die Seelen Seiner Schüler zurück zu ihrer ursprünglichen Heimat nehmen kann in der Höchsten Himmlischen Region. Diese Meister weisen darauf hin, dass ein Arzt, der vor zweitausend Jahren gestorben ist, Menschen, die heute an Krankheit leiden, nicht heilen kann. Genausowenig kann ein Meister, Der vor einigen hundert oder tausend Jahren lebte, den Menschen der Gegenwart die Initiation oder Taufe geben, oder die Seelen der Sucher mit ihrem Schöpfer verbinden und somit ihre Füße auf den Pfad der wahren und schlussendlichen Befreiung oder Erlösung stellen.

Das Zweite ist die Wichtigkeit des Shabd-Dhun oder Naam, überlicherweise im Deutschen der Tonstrom oder der Hörbare Lebensstrom genannt. Es ist Nad, der Ton der Veden; Bang-i-Asmani oder Kalam-i-Ilahi, der Göttliche Ton von oben oder das Wort Gottes der mohammedanischen Heiligen; das Tao und der Weg oder der Himmliche Ton von Lao Tse, dem großen chinesischen Spirituellen Meister; und der Heilige Geist und das Wort oder Logos der Bibel.

Der Shabd-Dhun ist der Höchste Schöpfer selbst vibrierend und erklingend in der ganzen Schöpfung und in jedem menschlichen Körper. Auf seinen Schwingungen müssen wir in unser ursprüngliches Zuhause zurückkehren.

Nur der Lebende Vollendete Meister ist fähig, Seelen in direkten Kontakt mit diesem Shabd-Dhun oder Naam zu bringen, welches schlussendlich zu ihrer Befreiung vom Rad der Geburt und des Todes führt.

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Fußnote: